Eine Entschuldigung – Ein Dankeschön – Eine Bitte
Was erwartet ihr von mir? Alles zu revidieren, was ich geschrieben habe? Und ihr habt damit verdammt recht und ich noch einen Schritt weiter und bitte euch alle um Verzeihung. Jedoch finde ich es schade, dass keiner von euch direkt auf mich zugegangen ist und mich auf meinen hier verfassten Text angesprochen hat, sondern alle nur irgendwelche Anspielungen gemacht haben oder mich sogar ignoriert haben. Am letzten Freitag sprach die erste von euch mich darauf an und ich war erstaunt was ich mit diesem einfachen Post ausgelöst habe. Ich habe vielen von den Leuten, die ich wirklich sehr gut leiden kann Unrecht getan oder sogar verletzt. Dafür kann ich mich nur entschuldigen. Das Gespräch vom Freitag hat mir irgendwie die Augen geöffnet und hat mir klar gemacht, dass man einige Dinge lieber nicht laut sagen sollte bzw. die Dinge so sagen sollte, wie man sie auch wirklich meint und denkt – dies war beim letzten Mal nicht immer der Fall. Ich für meinen Teil habe gedacht, dass die Meisten von euch wissen wie ich das Geschriebene meine oder welche Hintergründe ich hatte. Allerdings habe ich mich in diesem Punkt wohl geirrt. Dies soll auf keinen Fall ein Vorwurf euch gegenüber sein, sondern eher einer, den ich mir selber machen muss. Wir sprachen darüber, wieviele von euch ich mit dem Text verletzt habe oder in erstaunen versetzt habe. Ich hatte wirklich niemals das Ziel, jemandem Vorwürfe über sein Leben zu machen oder ihm das seinige sogar vorzuschreiben. Im Endeffekt ging es größtenteils um Dinge die ich erlebt habe und die ich damit verarbeiten wollte. Allerdings wurden viele Sachen total falsch verstanden, was ich jetzt sehr gut nachvollziehen kann, und ich habe sowieso schon zerrütteten Freundschaften nochmals einen Tritt verpasst, obwohl die beschriebene Person eine ganz andere war. Mir ist klar geworden, dass ich viele Sachen nicht öffentlich klären sollte und dass es nicht immer das Beste ist, keine Namen zu nennen, sondern die Leute lieber direkt anzusprechen. Und deshalb danke ich dir Juli, dass du mir die Augen geöffnet hast und mich zu dem hier bewegt hast. Ich danke dir dafür, dass du mich auf der einen Seite in Frage gestellt hast, dir aber auch auf der anderen Seite Sorgen um mich gemacht hast und dich gefragt hast, was los ist. Jetzt lasst mich bitte einen Vorwurf loswerden. Genau das, was Juli getan hat, hätte ich von ganz anderen Leuten viel mehr erwartet. Ich möchte jetzt nicht fragen, ob ihr nicht den Mut dazu hattet oder ob ich es euch einfach nicht Wert bin. Jedoch fand ich das Verhalten einiger Personen sehr falsch. Um wieder auf die Entschuldigung zurück zu kommen, würde ich gerne zum letzten mal öffentlich das Thema Quitz ansprechen. Du weisst ganz genau, dass ich diese Situation nicht das erste Mal durchgemacht habe und die Person, der ich Vorwürfe gemacht habe, warst nicht du. Ich wäre doch schön blöd, wenn ich dir öffentlich irgendwelche Vorwürfe machen würde. Ich habe die Sache verbockt und als allerletztes du. Du versuchst ja zum Glück irgendwie mit mir klar zu kommen und dafür bin ich dir sehr dankbar, da ich sehe wie schwer es dir fällt überhaupt mit mir in einem Raum zu sein. Des Weiteren hab ich keine Ahnung, wieso man mich auf Grund eines Textes ignoriert und nicht einfach drauf anspricht oder mich gegebenfalls anschreit und mir sagt wie bescheuert das doch wäre. Dies sollte unter Freunden kein Problem sein, denn Ehrlichkeit ist eine Tugend, die ich gerne gesehen hätte. Nun stell ich mir persönlich die Frage, ob dies nur der letzte Auslöser war, der die Bombe hat explodieren lassen oder ob euch das Alles so geschockt hat, dass ihr so und nicht anders reagieren konntet. Ich kann euch eure Reaktionen nicht übel nehmen. Das Einzige was ich kann ist mich fragen warum dieser Text in so kurzer Zeit so viele Adressen erreicht hat. Sicherlich hatte ich ihn in meinem MSN-Comment, jedoch haben ihn auch genug Leute gelesen, die nicht in meiner Kontaktliste sind. Was ist so spannend daran? Ich kanns mir nur so erklären, dass ihr alle erstaunt darüber wart, welche Gedanken in mir stecken.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt alles so rüberbringen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Ich bin bestimmt nicht wirklich gut im entschuldigen und habe mit Sicherheit schon wieder viele Sachen falsch formuliert. Das könnte daran liegen, dass mich noch nie jemand auf meine Fehler so angesprochen hat wie Juli am Freitag. Ich weiss nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie das ist, wenn einem auf einmal ein Licht aufgeht und einem klar wird, warum sich viele Freunde von einem Tag auf den anderen so komplett anders verhalten. Es war ein Gefühl zwischen Erstaunen und Kotzen zu müssen. Ich war mir nach dem Gespräch sehr unsicher, wie ich euch allen an diesem Abend gegenüber treten sollte. Am Liebsten wäre ich losgefahren, wollte aber keine Minute mit euch verpassen, da es für mich immer die angenehmsten Zeiteinheiten in der Woche sind. Ich stelle mich hiermit selber in Frage und mit Sicherheit keinen von euch. Niemand muss mich jemals wieder hierdrauf ansprechen, jedoch würde ich mich sehr darüber freuen, wenn mir meine Fehler sofort vors Gesicht gehalten werden und ihr nicht hinter meinem Rücken über mich diskutiert. Wie bitte soll ich mich dann bessern? Mit Sicherheit bin ich nicht der beste Mensch, ich habe viele Charaktereigenschaften, die ich gerne von mir abstreifen würde, was allerdings nicht möglich ist. Ich möchte mich nochmals bei euch entschuldigen und würde mich freuen wieder akzeptiert zu werden, was in letzter Zeit irgendwie bei Vielen nicht der Fall war. Zumindest hatte ich dieses Gefühl, wobei ich auch vieles falsch aufgenommen habe könnte, wovon ich irgendwie nicht ausgehen kann. Das schlimmste an dieser Situation ist, dass ich mir dadurch irgendwie den letzten Halt in meinem Leben selbst genommen habe, den ich hatte und das wart ihr – meine Freunde. Über die Wichtigkeit, die Freunde für mich haben, habe ich schon einmal geschrieben und deswegen werde ich dies hier nicht nochmals ausführen. Jedoch möchte ich euch sagen, dass ihr das Beste seid, was mir je passiert ist und das meine ich wirklich ernst. Eine so große vielfalt von Menschen, die richtig gut miteinander auskommen und untereinander Freunde sind, gibt es mit Sicherheit nicht oft. Ihr könnt stolz darauf sein und ich würde mich freuen wieder dazugehören zu dürfen.
So far! I am sorry!